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Edu-Kinestetik


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Der Begriff Edu-Kinestetik (Educational Kinesiologiy), abgekürzt EK, kommt von
— lateinisch educere, was so viel bedeutet wie heraus holen, heraus ziehen und von
— griechisch kinesis, das Bewegung bedeutet.
EK ist eine von Paul Dennisson entwickelte Methode, die Lernenden dazu verhilft, durch bestimmte Bewegungen und Berührungen die im Körper verborgenen Potenziale und Fähigkeiten "heraus-zuholen", beide Gehirnhälften zusammen zu schalten und somit das Lernen zu erleichtern.

Unser Gehirn besteht aus zwei Gehirnhälften, die jeweils für bestimmte Aufgaben zuständig sind. Nur wenn beide Hälften gut zusammenarbeiten, ist erfolgreiches und müheloses Lernen möglich.
Die linke Gehirnhälfte steuert die rechte Körperseite und die Wahrnehmungen des rechten Auges und des rechten Ohres.
Die rechte Gehirnhälfte dagegen kontrolliert die linke Körperseite, das linke Auge und das linke Ohr.
Miteinander verbunden sind die beiden Gehirnhemisphären durch das "Corpus callosum", ein komplexes Bündel von Nervenfasern. Dies dient als Schaltstelle für den Informationsaustausch zwischen den beiden Gehirnhälften.
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Dennison fand heraus: Viele Kinder arbeiten nur mit einer Gehirnhälfte. Dies ist z. B. deutlich daran zu erkennen, dass viele Kinder mit Lernproblemen — z. B. einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) — Schwierigkeiten haben, die Mittellinie zu überkreuzen, also die Linie zwischen der rechten und der linken Körperhälfte.
Dieses Kreuzen der Körpermitte ist aber unentbehrlich: So kreuzt z. B. beim Lesen immer ein Auge die Mitte. Die Zeile beginnt links, also kreuzt am Zeilenanfang das rechte Auge. Am Ende einer Zeile muss dies das linke Auge tun.
Beim Schreiben ist es ähnlich, allerdings kommt noch die graphomotorische Komponente hinzu. Bei vielen Schreibschrift-Buchstaben müssen Linien überkreuzt werden, um die Buchstaben miteinander verbinden.

Edukinestetische Übungen sind erstaunlich einfach und sehr schnell wirksam. Sie beeinflussen sofort spürbar die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften mit direkten Auswirkungen auf
— die Rechts-Links-Koordination und -Orientierung
— die Stellung der Augen (z. B. beim Schielen)
— das beidäugige plastische Sehen
— die optische Differenzierung
— die Aufmerksamkeit und Konzentration
— die Aufnahmebereitschaft
— die Aufnahme von Gehörtem
— das Verfolgen von Zeilen beim Lesen
— die emotionale Ausgeglichenheit
— das Gedächtnis
— das Sprachvermögen

Solche Übungen werden mittlerweile von vielen Lehrern im Unterricht eingesetzt und können sehr gut auch zu Hause (und nicht nur bei Kindern) angewandt werden.
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Hinweis: Ihr Browser findet genau diese Seite wieder mit www.ergo-stuelp.de/index.phtml?gT1=73
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